Reiseberichte und Geschichten über den Ort Königshain/Dzialoszyn:
![]()
Der sogenannte "Europaweg" war ein Radweg unterster Kategorie. Zum Teil einfach nur zu schlecht zum fahren, da grober Splitt und spitze Steine schnell die Ummantelung zerstochen hätten. Es dauerte auch dementsprechend bis wir das erste mal die Spitze des Kirchturms von Königshain sahen. Kurz vor Königshain konnten wir wieder aufsteigen und in den Ort fahren. Von Osten her trafen wir mitten in der Ortschaft ein und fuhren zur Kirche hinab. Auch diese war verschlossen und so suchten wir zuerst den Friedhof nach den alten deutschen Gräbern ab. Die Kirche machte von außen einen frischen und gepflegten Eindruck. Auch die alten Gräber wurden noch in Schuß gehalten. Wahrscheinlich wurden wir während unserer Erkundung von jemandem aus der Pfarrei beobachtet, denn nachdem wir zur Kirche zurückkehrten bot uns ein Mann an, die Kirche für uns zu öffnen. Sie wird jetzt nur abgeschlossen, weil sie vor 2 Jahren zum Teil restauriert wurde. Über einen Seiteneingang durch die Sakristei betraten wir die Kirche. Im böhmisch barocken Stil 1766-69 erbaut ist sie ein Kleinod für Königshain. Die Größe des Kirchenschiffes mit Plätzen für ca. 800 Personen ist enorm für dieses Dorf. Der Hochaltar ist komplett restauriert worden und strotzt nur so von mit Blattgold besetzten Figuren und Ornamenten. Der Eindruck war groß und so verließen wir eine halbe Stunde später die Kirche und Königshain in Richtung Norden zum Geburtsort meines Vaters nach Rusdorf.

![]()
![]()