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Reiseberichte und Geschichten über den Ort Seitendorf/Zatonie:

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Die Zeit am 6.8.2005 reichte nicht aus, um uns noch den abgelegensten Ort unserer Reise - Seitendorf im Süden anzusehen. Ein großer Teil unserer Vorfahren stammt aus diesem Ort welcher nur noch zum Teil besteht und bald nicht mehr existieren wird. Der Tagebau des Kraftwerkes Turow rückt dem Ort immer näher. Vor kurzem fand ich auf einer polnischen Internetseite interessante Bilder über den Ort. Die Kirche ist dort öfters abgebildet wie sie im geräumten Zustand und total demoliert ist. Ich hoffe noch vor der Abrissbirne diese "Ruine" und den restlichen Ort besuchen zu können.

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Link der Bilder von Seitendorf/Zatonie

Alte digitalisierte Dokumente aus Seitendorf/Zatonie (Kirchenrechnungen, Kirchenbau, Copulationsscheine etc.)

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Am 12.11.2005 war es dann soweit! Mein Vater und ich nahmen die lange Anfahrt mit dem Auto auf uns, um nur Seitendorf zu besichtigen! Zum 3. Mal in einem Jahr fuhren wir auf die östliche Seite der Neiße um nach den Spuren unserer Vorfahren zu forschen. Unser Ziel war die alte Seitendorfer Kirche welche, wie ich schon aus dem Internet erfuhr, dem Verfall preisgegeben wurde. Durch den Verlauf neuer Straßen in Richtung Seitendorf kamen wir zuerst am Kraftwerk Turow (früher Rohnau) mit seinen qualmenden Schornsteinen und Kühltürmen an, welche sich rechter Hand der Straße befanden. Eine Straße nach links in Richtung Osten wie auf den alten Karten verzeichnet, existierte nicht mehr, da sich dort der Eingang zu einem Fabrikgelände befand. Jedenfalls mußten wir in diese Richtung weiter, oder kamen wir schon zu spät? Nachdem ich den Werksschutz mit Händen und Füßen deutlich machte wohin wir wollten, erklärte er mir einen schlecht befahrbaren Weg um das Gelände herum, wo wir nach kurzer Fahrt den Kirchturm Seitendorfs auf einer Anhöhe erblickten. Wir hatten es geschafft! Das traurige Bild der Ortschaft und der Kirche hat uns beiden einen deprimierten Eindruck hinterlassen. Ein Anwohner des Ortes welcher relativ gut Deutsch konnte, erklärte uns völlig außer sich, das vor ca. 7 Jahren die Kirche vom neuen Bistum Liegnitz im Stich gelassen wurde und verfallen soll. Bis dahin wurde sie von den polnischen Bewohnern genutzt, wie wir es am gepflegten Zustand ihres Friedhofes sahen. Sicherlich in der Voraussicht, daß Seitendorf in wenigen Jahren nicht mehr existieren wird! Hier nun die Bilder unseres Ausflugs, sehen Sie selbst!

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Seitendorf am 12.11.2005

Deutsche Grabsteine an der Seitendorfer Kirche

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